Gewaltfreie Kommunikation

Auf den Ausdruck Gewaltfreie Kommunikation (kurz: GFK) reagieren einige Menschen zunächst häufig mit Abwehr, da sie ihre Sprache gar nicht als gewalttätig empfinden. Diesen Widerstand kann man besonders stark im beruflichen Umfeld wahrnehmen. Gleichzeitig erleben wohl die meisten Menschen, dass  die Art und Weise wie wir uns ausdrücken nicht selten zu Verletzungen und Spannungen auf der Beziehungsebene bis hin zu heißen Konflikten führen kann.

Das von Dr. Marshall B. Rosenberg in den 1960er Jahren entwickelte Modell der Gewaltfreien Kommunikation hilft uns, unserer gewohnheitsmäßigen und automatischen Reaktionen bewusst zu werden, diese umzugestalten und anderen auf eine Art und Weise zuzuhören, die das Miteinander fördert. Die GFK regt an, uns ehrlich und klar auszudrücken und anderen unsere respektvolle Aufmerksamkeit zu schenken.
Dabei gilt es, „echt“ und nicht „nett“ zu sein!

Mehr als nur eine Methode…

Die Gewaltfreie Kommunikation ist mehr als eine Methode, die es anzuwenden gilt, um erfolgreich miteinander zu kommunizieren. Sie ist ein Weg, der das Ziel hat Verbindung und Beziehungen zu Menschen zu fördern, aufzubauen und zu erhalten.

Gelingt es uns, in Verbindung zu unserem Mitmenschen (Mitarbeitern, Kollegen, Vorgesetzten, Freuden, Partnern etc.) zu kommen, zu hören, was sie fühlen und brauchen, schaffen wir eine Basis des Miteinanders, in der es möglich ist:

  • uns ehrlich und klar für unsere Anliegen einzusetzen, ohne dass unser Gegenüber Vorwürfe oder Kritik hört
  • andere zu verstehen, auch wenn wir nicht einverstanden sind
  • gemeinsame Lösung zu finden, welche die Bedürfnisse aller berücksichtigt

Die Basis hierfür sind die Haltung, basierend auf den Grundannahmen der Gewaltfreien Kommunikation, Aufrichtigkeit und Empathie.

Grundannahmen der Gewaltfreien Kommunikation

Dem Modell der Gewaltfreien Kommunikation liegen folgende Grundannahmen zugrunde:

  1. Jedem menschlichen Handeln liegen Bedürfnisse zugrunde, die wir uns erfüllen wollen.
  2. Menschen handeln nicht „gut“ oder „böse“ oder „um einem anderen zu schaden“, sondern in der Absicht ihre Bedürfnisse zu befriedigen.
  3. Nicht die Bedürfnisse der Menschen, sondern die gewählten Strategien zu ihrer Erfüllung können im Konflikt zueinander stehen.
  4. Menschen möchten grundsätzlich zum Leben etwas beitragen, solange sie es freiwillig tun können.

Dies ist die Ausgangsbasis, um unserem Gegenüber in einer Haltung zu begegnen, die selbst in scheinbar verfahrenen Situationen neue Perspektiven bieten kann.

Damit kann die Gewaltfreie Kommunikation ganz praktisch überall dort gelebt werden, wo Menschen alltäglich aufeinander treffen. Unabhängig, ob im Beruf oder im persönlichen / privaten Umfeld kann die GFK helfen u.a. Konflikten vorzubeugen und/oder sie aufzulösen und zu einem wohlwollenden Miteinander beitragen.

Sie wollen mehr über die GFK wissen? Oder ausprobieren wie das funktionieren kann?
Dann empfehle ich Ihnen die Teilnahme an einem Einführungsseminar, um selbst zu erleben, wie die GFK wirken kann.