Unsere wahre Natur

Nachfolgende Geschichte eines südafrikanischen Stammes bewegt mich immer wieder sehr.  Abseits von dem, was viele von uns als zivilisiert bezeichnen, können auch wir das ein oder andere sicherlich auch noch von ihnen lernen. Oder?

Die Ndébélés

Wenn jemand in dem südafrikanischen Stamm der Ndébélés etwas schändliches getan hat, trifft sich der gesamte Stamm im Zentrum des Dorfes und nimmt diese Person in die Mitte.

Zwei Tage lang werden dieser Person dann all` die guten Dinge gesagt, die er zuvor getan hat.

Der Stamm ist der Auffassung, dass jeder Mensch von Natur aus als etwas Gutes auf die Welt kommt und sich – wie alle Menschen – nach Sicherheit, Liebe, Frieden und Glück sehnt. Aber manchmal machen Menschen im Streben nach diesen Dingen Fehler. Die Gemeinschaft versteht dies als eine Art Hilferuf.

Sie vereinigen sich also, um die Person dabei zu unterstützen, sich wieder mit ihrer wahren Natur zu verbinden. Sich daran zu erinnern, wer er wirklich ist, bis er sich wieder vollständig an diese Wahrheit erinnert, von der er vorübergehend getrennt war:

„Ich bin gut!“

Bildquelle: http://ohnofixit.tumblr.com/post/88118903953/magicmadzik-faboomama

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Shikoba Nabajyotisaikia!

NABAJYOTISAIKIA, ist ein Südafrika in Kompliment und drückt in etwa aus:

„Ich respektiere Dich. Ich schätze Dich. Du bedeutest mir etwas.“

Die Menschen antworten darauf mit SHIKOBA , was so viel bedeutet wie:

„Also, ich existiere für Dich.“

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Wenn wir in Übereinstimmung mit den Grundannahmen der Gewaltfreien Kommunikation sind, dann können auch wir versuchen, zu erkennen, dass jeder Mensch zu jeder Zeit versucht das Beste, dass ihm gerade möglich ist, zur Erfüllung seiner Bedürfnisse zu tun.

Distanzieren wir uns von Gedanken, die Anderen eine böse Absicht unterstellen und sehen den Menschen, der sich z.B. nach Sicherheit, Unterstützung und Verständnis sehnt, dann können vielleicht auch wir wieder in Verbindung mit uns, aber auch unserer wahren Natur kommen.

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