Mai 2016 – Straßengiraffisch

Mit straßengiraffisch wird gerne die Art und Weise bezeichnet, in der wir alltagstauglich gewaltfrei kommunizieren. Das bedeutet, dass wir uns auf eine Art ausdrücken, die auch für nicht GFK’ler gut zu hören ist und in der wir eine für uns ganz persönlich authentische Wortwahl für unsere Bedürfnisse finden.

Straßengiraffisch - authentisch kommunzizieren

Sicherlich erinnern Sie sich noch an Ihre ersten GFK-Versuche und die Reaktionen darauf, oder? Vielleicht haben Sie anfänglich auch Sätze gehört wie „Was sprichst Du denn so komisch?“ oder „Aha, klingst wieder so merkwürdig. Warst Du wieder auf so einem Kommunikationsseminar?

Meiner Erfahrung nach ist es aber gerade Menschen, die sich mit Gewaltfreier Kommunikation beschäftigen, wichtig, sich klar auszudrücken, verstanden zu werden und dabei authentisch zu bleiben. Mit den klassischen vier Schritten der GFK kann vor allem das Bedürfnis nach Authentizität leicht in Mangel geraten.

Daher möchte ich Ihnen als Übung des Monats Ihre ganz persönliche Bedürfnisblüte vorschlagen. Die Bedürfnisblüte kann Sie dabei unterstützen, straßengiraffische Alternativen für Bedürfnisworte zu finden.

Auf zum straßengiraffisch…Bedürfnisblume

  1. Laden Sie die Bedürfnisblüte herunter oder zeichnen Sie selbst eine Blüte (wie oben abgebildet)
  2. Schreiben Sie in die Mitte der Blume ein Bedürfniswort, dass Sie gerne anders ausdrücken möchten z.B. „Authentizität“
  3. Konzentrieren Sie sich nun auf das gewählte Bedürfnis und versuchen Sie sich damit zu verbinden
  4. Schreiben Sie dann jeweils in eines der Blütenblätter, was Ihnen zu diesem Bedürfnis einfällt bzw. was es für sie bedeutet

Achten Sie dabei darauf, dass Bedürfnisse auch im straßengiraffisch stets universell und abstrakt sind. Sobald sich konkrete Handlungen oder Personen wiederfinden, handelt es um eine Strategie!

5. Versuchen Sie anschl. Sätze zu formulieren, die ihre straßengiraffischen Worte enthalten.

Aus „Mir ist Authentizität wichtig.“ könnte in meinem Beispiel dann werden:

  • „Mir ist es wichtig, echt zu sein.“
  • „Ich brauche es, ich selbst zu sein.“
  • „Mir ist wichtig, so reden zu können, wie mir der Schnabel gewachsen ist.“

Sie haben das ein oder andere Bedürfnis für sich bereits in straßengiraffisch übersetzt? Vielleicht mögen Sie Ihr Beispiel nennen und somit auch andere unterstützen ihre persönliche Giraffensprache zu entdecken? Ich freue mich über Ihre Kommentare.

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