ichhelfe.jetzt

Heute hat mich eine Facebook-Freundin aufgefordert, die Seite ichhelfe.jetzt mit „Gefällt mir“ zu markieren. Und obwohl ich längst nicht jedem Aufruf folge, wagte ich einen Blick und wurde dadurch auf das Projekt ichhelfe.jetzt aufmerksam. Dieses Projekt, dass sich für die Verbesserung der Flüchtlingsversorgung in Deutschland einsetzt, wurde von Johannes Bittner, wie ich herausfand, Arzt und Sozialunternehmer aus Dresden,  gegründet.

ichhelfe.jetzt

Nachdem ich kurz die ersten Beiträge las, fiel mir ein Statement auf, was mich nun zu diesem Beitrag animiert hat. Dort schrieb die Verfasserin des Statements:

„Willkommen in Deutschland. Leider kann es sein, dass der Start etwas holprig wird, aber es gibt auch die anderen. Die, die euch hier willkommen heißen,…“

Dieser Satz war es, der mich innehalten lies. Kein Wort der Anklage über diejenigen, die vielleicht Flüchtlinge nicht herzlich willkommen heißen können. Nur der Hinweis, es gibt Menschen, die es tun und dass es andere gibt.

Ganz aktuell wird viel über die Not der Menschen berichtet, die zu Hunderten auch nach Deutschland kommen, weil sie in Ihrem Land um ihr Leben fürchten müssen. Viele Projekte und Initiativen werden aktiv, um hier den Menschen zu helfen, die es bis nach Deutschland geschafft haben.

Dann werden aber auch Stimmen laut, die sich in einer Art und Weise über flüchtende Menschen äußern, die mich betrübt, manchmal sogar erschüttert. Und ich frage mich, was ist mit den Menschen, die sich so äußern? Was brauchen sie? Haben sie vielleicht Angst Ihren Job an Flüchtlinge zu verlieren? Oder machen sich Sorgen, dass unser Land nicht einmal mehr ihre Grundversorgung sicherstellen kann? – Kommen da doch scheinbar so viele, die Hilfe benötigen.

Wenn diese Stimmen laut werden, wünsche ich mir, dass es Menschen wie die Verfasserin des oben zitierten Beitrags gibt, die einerseits herzlich die Hilfesuchenden willkommen heißt und gleichzeitig Menschen, die mit einem großen Herzen, den Unmut, die Angst und all` dies der Anderen hören können, um auch für diese Menschen da zu sein.

Denn am Ende sind wir alle Menschen. Menschen, die auch Ängst und Sorgen haben. Die gehört und respektiert werden möchten. Menschen, so hoffe ich, die sich irgendwann einmal in ihrem Menschsein vorbehaltlos begegnen werden, um dann füreinander und für alle da sein zu können.


Das Projekt begeistert mich, denn neben den sozialen Projekten, die ich sonst kenne, kann man sich hier neben Sach- und Geldspenden auch mit Zeitspenden, sowie die Abgabe eines Statements beispielsweise zur Begrüßung der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge beteiligen.

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