Besuch im Ruhrgebiet

Das war vielleicht eine Überraschung: Von Oberhausen habe ich gar nicht viel gesehen, nicht die Einkaufmeile Centro (da geht Anke nämlich selbst nicht gern hin), nicht das Wahrzeichen Gasometer (in dem die aktuelle Ausstellung gerade wieder Besucherrekorde verzeichnet), nicht das in ihrem Stadtteil liegende Biotop direkt an der Ruhr. Trotzdem habe ich eine Menge erlebt! Ich war nämlich mit Anke und ihrer Tochter auf dem 1. GFK-Tag Niederrhein in Moers. Da habe ich auch Melanie wieder gesehen, die mich auf meine Reise geschickt hat, das war vielleicht eine Freude! Außerdem durfte ich überall mal hineinschnuppern: bei der Anmeldung, in die Küche und in die Workshops.

Man, war das ein Gewusel! Besuch des 1. GFK-Tag NiederrheinAuf dem Foto sitze ich vorne in der Mitte, und zwar im Workshop von Claudia Broadhurst „1, 2 Sprachpolizei“; Anke steht ganz links am Rand. Wir sind alle ziemlich ins Schwitzen gekommen, nicht nur, weil Claudia ihre Workshopteilnehmer ganz schön durch die Gegend geschickt hat, sondern weil mitten im September noch einmal richtiges Sommerwetter war. Als Giraffe machen mir ja hohe Temperaturen nichts aus, aber die Menschen hier sind so etwas offenbar nicht gewohnt.

In der letzten Woche meines Aufenthalts hat mich Anke dann auch ihrem Chef vorgestellt. Der fand es lustig, dass seine Assistentin eine Giraffe mit zur Arbeit bringt. Ich glaube, der ist ganz nett, wenn auch viel beschäftigt. Wir haben ihn nur ganz kurz zu Gesicht bekommen. Anke hat mich dann auf Ihren Schreibtisch gesetzt, direkt neben Telefon und Tastatur, ihrem „Handwerkszeug“, wie sie sagt. Wenn jemand gefragt hat, was ich da mache, hat Anke von meiner Reise und von der Gewaltfreien Kommunikation erzählt. Die meisten hatten von GFK noch nichts gehört oder gelesen und haben sich gefreut, mich kennenzulernen. Beinahe wäre ich übrigens nicht in meinem Reisemobil gelandet, sondern im Koffer! Anke und ihr Mann Horst haben nämlich für den bevorstehenden Urlaub gepackt und fanden, ich könnte doch ruhig mit verreisen. Aber da habe ich Einspruch erhoben. Schließlich wartet ja schon der nächste Gastgeber auf meinen Besuch. Also verabschieden wir uns jetzt voneinander und treten jeder seine eigene Reise an. Vielleicht gibt’s ja ein Wiedersehen, das fände ich schön! Wie gesagt: von Oberhausen habe ich ja noch nicht so viel gesehen …


Aufenthaltsort: 46049 Oberhausen
Gastgeberin:  Anke

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